5 wertvolle Tipps: Worauf Print Produktioner bei der Displayherstellung achten sollten.

Ob Bodenaufsteller, Thekendisplays oder konturgestanzte Standfiguren in Lebensgröße – aufmerksamkeitsstarke Displays setzen Produkte am Point of Sale (PoS) gekonnt in Szene. Als wichtiges Medium der Verkaufsförderung ist an ihnen kein Vorbeikommen. Sie sind flexibel & überall einsetzbar, stellen aber auch besondere Anforderungen an Planung, Herstellung & Verarbeitung.
Bei der Displayherstellung gelten besondere Anforderungen an Planung, Herstellung & Distribution.

Print Produktioner müssen je nach Zielgruppe, Beständigkeit & Tragkraft neben dem Druck auch die Konstruktionsplanung, die Verwendung unterschiedlichster Materialien & den Versand bedenken. Unser Wegweiser verrät, welche Fehler es bei der Produktion von großformatigen Displays im Materialmix zu vermeiden gilt.

Verkaufsdisplay Vogelhaus
Aufmerksamkeitsstarke Verkaufsdisplays können den Abverkauf am POS befeuern.

1. Temporär oder permanent: Wie lange ist mein Aufsteller im Einsatz?

Die Frage nach dem Einsatzzeitraum bestimmt die Materialien & Bauart des Displays. Kurzzeitdisplays werden aus Karton, kaschierter Wellpappe oder Vollpappe hergestellt. Durch klassische Druckveredelungen wie Lacke, Folien, Reliefprägungen oder gestanzten Konturen lassen sich interessante Effekte erzielen. Mehrdimensionale Bauteile geben Pappdisplays nicht nur mehr Stabilität, sondern durch eine spannende Optik auch mehr Präsenz am Point of Sale.

Ist ein Display für längere Zeit in der Verkaufsfläche eingeplant sollten jedoch robustere Werkstoffe eingesetzt werden. Langzeitdisplays bestehen daher häufig aus Premium-Materialien wie Holz, Metall & Kunststoff oder einem Mix verschiedener Materialien. Eine stärkere Belastbarkeit, z.B. wenn die Warenträger der Displays häufig nachgefüllt werden, muss bereits in der Herstellung berücksichtigt werden.

 verkaufsdisplay-leuchtturm

Kurzlebige Verkaufsdisplays werden aus Karton, kaschierter Wellpappe oder Vollpappe hergestellt.

2. Dekorativ oder warentragend: Was muss das Display können?

Die Konstruktion eines Displays wird maßgeblich davon beeinflusst, ob es sich um ein rein dekoratives oder ein warentragendes Display handelt. Die statischen Anforderungen variieren je nach Größe & Konstruktion sind aber feste Vorgaben in der Displayproduktion. Ein dekoratives Display beispielsweise, ein Standee im Einzelhandel oder ein Deko-Display für den Innenbereich ist anders beschaffen, als ein aufwendig konstruiertes POS-Medium. Displays sind so stabil, dass sie auf der Verkaufsfläche als temporäre oder auch permanente Warenregale eingesetzt werden können. Je nach Materialen sogar draußen, so wo sie Feuchtigkeit & Wind ausgesetzt sind.
Ob das Display im Innen- oder Außenbereich eingesetzt werden soll, hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Materialwahl.

Bei warentragenden Displays ist das Gewicht der Produkte maßgebend. Was selbstverständlich erscheint wird oft falsch gemacht: Die Entwurfsplanung kann erst losgehen wenn ein kompletter Produktsatz vorliegt, denn entscheidend ist, wie sich das Gewicht im Display verteilt & welche Artikel wo platziert werden sollen. Ohne eine komplette Displaybestückung mit Produkt- oder Weißmustern warten am Ende böse Überraschungen. Erst auf der Grundlage des Bestückungskonzeptes kann dann das eigentliche Displaydesign erfolgen.

Verkaufsdisplay aus Metal

Verkaufsdisplays aus Metal werden bei längerfristigen Einsätzen & auch bei schweren Waren eingesetzt.

3. Kleine oder große Auflage: Wie viele Displays brauche ich?

Die Auflage bestimmt nicht nur den Preis sondern insbesondere die Art der Herstellung. Bei Kleinauflagen & Einzelstücken ist die digitale Druckproduktion auf großformatigen Druckmaschinen & Schneidplottern die einfachste & schnellste Lösung. Auch der Aufbau kann bei einer Kleinserie anders umgesetzt werden als später in der Auflagenproduktion. Bei auflagenstarken Serien ab 300 Stück ist es wichtig bestimmte Arbeitsschritte wie zum Beispiel aufwendige Handarbeit oder anspruchsvolle Konfektionierarbeiten zu vermeiden. Hier sollte man sich vom Fachmann beraten lassen.
Verkaufsdisplay-mit-Tiefziehteil
Verkaufsdisplays mit Tiefziehteilen sind meist erst in größeren Auflagen wirtschaftlich sinnvoll herstellbar.

4. Aufgerichtet, bestückt oder plano: Wie wird das Display geliefert?

Das Displayprojekt ist mit der Herstellung noch lange nicht abgeschlossen. Im Vorfeld sollte unbedingt geklärt werden, wo das Display am Ende steht, beziehungsweise wie das Display an den PoS gelangt. Flachliegende Displays, die später aufgerichtet werden, sind meistens in Sammelcontainern stehend zusammengefaltet auf Palette verpackt. Das ermöglicht den Versand mehrerer Exemplare pro Palette. Der Kunde selbst regelt den weiteren Ablauf des Displays bis in den Handel.
Flachliegend, aufgestellt oder aufgestellt & bereits befüllt? Bei der Planung & Distribution von Verkaufsdisplays sind das elementare Fragen, die am Anfang eines Projekts beantwortet werden müssen.
Aufwendiger ist der Versand aufgerichteter oder sogar bestückter Verkaufsdisplays, die ganz andere Anforderungen an Verpackung & Versandart stellen. Eine gute Planung berücksichtigt die teilweise erheblichen Zusatzkosten, die z.B. durch das Verpackungsmaterial anfallen, bereits zu Beginn in der Kalkulationsphase. Für warentragende Displays ist ein Versandtest mit Originalware zwingend erforderlich, der ebenfalls mit in die Kalkulation einfließen muss.

5. Verfügt der Endkunde über CHEP Paletten (Austauschpalettensystem) oder müssen wir mit Einwegpaletten planen (bei warentragenden Bodendisplays)?

Im Einzelhandel werden die Bodendisplays meistens auf Paletten gestellt, damit die Bodenreinigung im Ladenlokal weiterhin gewährleistet werden kann – auch unter dem Display. Die Displayproduzenten konstruieren deshalb das Display direkt für die Palette, damit es richtig darauf arretiert werden kann. Die verwendeten Paletten kommen entweder aus dem CHEP Verband – dann sind es die sogenannten CHEP Paletten. Alternativ gibt es noch die Einwegpaletten. Werden die Displays für bekannte Märkte produziert kann man die entsprechenden Mengen an CHEP Paletten dort im Vorweg abrufen, denn diese Märkte sind Mitglied im CHEP Verband – eine notwendige Voraussetzung, um an die Paletten zu kommen.
Bei aller Planung zeigt oft erst ein Muster, ob alle Faktoren ausreichend bedacht & alle möglichen Fehlerquellen ausgeschlossen worden sind. Erst danach kann eine verlässliche Kalkulation erstellt werden. Andernfalls entstehen in der Produktion oder im Nachgang unvorhergesehene Kosten.

Zusammenfassung

Wenn du die Produktion eines Displays planst, dann sind im Vorfeld einige Aspekte zu klären, welche die Produktion & Distribution maßgeblich beeinflussen. Auch wenn dieser Artikel nicht alle Fragen zu einer Displayproduktion im Vorfeld klärt, solltest du folgende Aspekte bereits in der Konzeptionsphase beachten:
  1. Wie lange soll das Display im Einsatz sein? Temporär oder permanent?
  2. Ist das Display rein dekorativ oder warentragend?
  3. Wie hoch ist die Auflage & wo sollen die Displays eingesetzt werden? Im Innen- oder Außenbereich?
  4. Wie soll das Display angeliefert werden? Flachliegend, aufgestellt oder aufgestellt & befüllt?
  5. Kommen Paletten zum Einsatz? Falls ja, CHEP Paletten oder Einwegpaletten?

Alle weiteren Anforderungen & Fragen klärt dann dein Displayhersteller mit dir.

Über LABANN Display & Kartonagen GmbH

Die Hamburger Labann Display & Kartonagen GmbH ist Anbieter von hochwertigen Verpackungen & individuellen Display-Lösungen. Besondere Stärke ist die Entwicklung & Herstellung von kreativen Displaylösungen von der Kleinserie bis zur Großauflage.
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Neben Karton & kaschierter Wellpappe setzt Labann auch Metall, Kunststoff & Holz als Konstruktionswerkstoff ein. Als Tochterunternehmen ist LABANN unter einem Dach mit der Akzidenzdruckerei Langebartels & Jürgens GmbH & dem Faltschachtelhersteller Faltschachtel Hamburg am Standort Hamburg angesiedelt. Mit einem kompletten Portfolio rund um die Druck- & Medienproduktion bedienen die Spezialisten in erster Linie Werbeagenturen, Designstudios & Industriekunden aus Norddeutschland.

Hier geht es zur Website der Labann Display und Kartonagen GmbH.


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