Umweltfreundlich drucken ist keine Raketenwissenschaft!

Umweltfreundliches Drucken ist in aller Munde. Immer mehr Werber, Gestalter & Printbuyer möchten haptische Kommunikation umweltfreundlich drucken lassen. Viele fallen auf das Greenwashing von Druckereien rein. Wer klimaneutral druckt, hat noch längst kein umweltfreundliches Druckprodukt in den Händen. Und nicht jede Druckerei, die klimaneutral druckt, ist damit eine aufrichtige Umweltdruckerei. Vielen Entscheidern fehlt schlicht das Wissen, um Druckprodukte umweltschonend konzipieren & einkaufen zu können. Dabei ist das alles keine Raketenwissenschaft. Wer ein paar Grundregeln befolgt, der kann schon eine Menge bewirken. Und dieses Vorgehen kann durchaus auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Wer möchte nicht umweltfreundlich drucken & gleichzeitig Kosten sparen? Dieser Artikel zeigt dir, wie es geht!

Folgend findest du 10 grundlegende Tipps, die dir dabei behilflich sind, ein Druckprodukt möglichst umweltschonend konzipieren & einkaufen zu können.

1. Umweltfreundliches Drucken & die Relevanz von Papier

Papier macht den Großteil der Umweltbelastungen einer Drucksache aus. Gucken wir uns die CO2-Bilanz eines Druckauftrages an, so kann das eingesetzte Papier im ungünstigsten Fall bis zu 80 % aller verursachten Emissionen beisteuern. Nutze, wann immer möglich, Recyclingpapier – das ist für die Umwelt am wenigsten problematisch. Aber Achtung: Der Einsatz eines Recyclingpapiers ist auch von der Gestaltung & des Einsatzzweckes der Drucksache abhängig. Recyclingpapier hat oft eine andere Färbung als Papier aus Frischfasern & es ist weniger stabil. Eine gedruckte Vollfläche beispielsweise kann beim Falzen brechen. Druckfarben wirken auf einem Recyclingpapier mitunter anders. Wenn aus technischen, haptischen & ästhetischen Gründen nichts gegen ein Recyclingpapier spricht, dann achte darauf, dass dieses mit dem Blauen Engel zertifiziert ist. So stellst du zusätzlich sicher, dass bei der Produktion keine giftigen Chemikalien oder Zusatzstoffe eingesetzt werden.
Recyclingpapier aus 100% Altpapier benötigt bei der Herstellung rund 60% weniger Energie & 70% weniger Wasser als Frischfaserpapier.

Interessant ist es sicherlich auch, einen Blick auf Papieralternativen zu wagen. Ganz besonders möchte ich hier das Graspapier, das Steinpapier & das Bambuspapier betonen. Diese Papiere sind (nach dem heutigen Stand der Wissenschaft) umwelt- und ressourcenschonender als Papiere aus Frischfasern.

Wenn es unbedingt ein Papier aus Frischfasern sein muss, dann achte darauf, dass dieses aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt & vom FSC zertifiziert ist.

2. Druckformat

Klar, je kleiner das Format, desto weniger Papier wird benötigt, desto umweltfreundlicher ist deine Drucksache. Wir drucken oft im A4 Format. Dieses Format wurde uns ja quasi schon in der Schulzeit beigebracht. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Viele Werber glauben, dass die Werbewirkung bei einer Formatreduzierung sinkt. Ich persönlich denke, dass dies nicht der Fall sein muss. Ganz im Gegenteil – ein unkonventionelles Format erregt mitunter eine größere Aufmerksamkeit & damit auch eine größere Werbewirkung.
Die Entwicklung von Drucksachen nach ökologischen Kriterien kann die Druckkosten erheblich senken.

Werfen wir einmal einen Blick auf das eher unkonventionelle Format 17 x 24 cm. Hier haben wir immer noch über 65% der Fläche von A4 zur Verfügung, reduzieren aber gleichzeitig die Papiermenge drastisch. Je nach Seitenumfang sind auch weniger Druckplatten notwendig. Das hat natürlich auch zur Folge, dass die Kosten sinken. Wird die Gestaltung nun geschickt auf das kleinere Format angepasst, dann gewinnen wir auf allen Seiten. Die Werbewirkung wird größer, die Kosten sinken & die Umweltverträglichkeit steigt.

Aber eine einfach Formatreduzierung ist nicht sinnvoll, wenn das Druckbogenformat nicht optimal ausgenutzt wird, da ansonsten viel unbedrucktes Papier in der Tonne landet. Bei allen Formaten, die das DIN-Format verlassen, sprich daher vorab mit deinem Drucker. Der berät dich bezüglich einer optimalen Bogenausnutzung, die letztlich auch von den Formatklassen der eingesetzten Druckmaschinen abhängig ist.

3. Seitenumfang

Sofern du bei der Seitenanzahl etwas Spiel hast, macht es Sinn, zuvor mit deinem Offsetdrucker zu sprechen oder dich auf ein Druckformat festzulegen. So verhinderst du, dass wegen bspw. nur vier zusätzlichen Seiten ein ganzer zusätzlicher Druckgang, mit entsprechender Druckplattenbelichtung, geleistet werden muss. Das macht wirtschaftlich & ökologisch wenig Sinn. Im Digitaldruck ist dies weniger tragisch, da dieses Druckverfahren ja komplett ohne Druckplatten auskommt. Unterm Strich bedeuten aber weniger Seiten logischerweise eine geringere Umweltbelastung.

4. Papiervolumen & Grammatur

Auch das leuchtet ein – je niedriger das Papiergewicht, desto weniger Rohstoffe, Wasser & Energie wird für die Produktion & Distribution benötigt. Es gibt tolle Recyclingpapiere mit einem hohen Volumen.
Papiergrammatur runter, Volumen rauf.

Diese Volumenpapiere tragen also dicker auf & verfügen über eine hohe Opazität, scheinen also nicht, bzw. nur geringfügig durch. Du wirst beispielsweise ein 135 g/m² Offsetpapier mit einem 1,0-fachen Volumen kaum von einem 115 g/m² Recyclingpapier mit einem 1,3-fachen Volumen unterscheiden können.

5. Umweltfreundlich drucken & die Relevanz der Druckauflage

Es ist ja so verführerisch, einfach 5000, anstatt, wie ursprünglich geplant, 2500 Exemplare einer Drucksache zu bestellen. Die Mehrkosten sind (insbesondere bei den Onlinedruckereien) ja marginal. Wie oft habe ich in meiner Funktion als Print Produktioner schon erlebt, dass der Großteil einer Druckauflage in der Mülltonne verschwindet. Was für ein ökologischer & ökonomischer Unfug!

Bei der Planung einer Druckauflage muss gewissenhaft vorgegangen werden. Jede neue Druckproduktion sollte ein Anlass dafür sein, sofern zutreffend, die Kundendatenbank zu analysieren. Sind hier Dubletten drin, muss Kunde X immer noch mit einem Katalog beschickt werden, obwohl dieser seit über 4 Jahren nicht mehr bestellt hat? Kann ich diesen Kunden anderweitig, ökologisch & ökonomisch sinnvoller, kontaktieren, um herauszufinden, ob er den Katalog überhaupt noch haben möchte?

Nicht verbreitete Drucksachen sind ökologischer & ökonomischer Unsinn!

Auch bei Buchauflagen ist es sinnvoll, mit einer kleineren Auflage zu starten, um zu testen, ob sich das Buch überhaupt in größeren Stückzahlen verkauft. Die meisten Bücher müssen niemals nachgedruckt werden!

Bei Geschäftsdrucksachen verhält es sich ebenso. Hat ein Unternehmen eine hohe Mitarbeiterfluktuation oder wird der Standort alle paar Jahre gewechselt? Dann sollten Visitenkarten & Briefpapiere vielleicht nicht in rauen Mengen in Auftrag gegeben werden.

6. Umweltfreundlich drucken & Druckveredelungen

Der Einsatz von Lacken & Folien verursacht material- und verfahrensbedingt zusätzliche CO2-Emissionen & Ressourcenverbräuche. Das größere Problem ist aber vielleicht, dass solche druckveredelten Produkte Probleme im Recyclingprozess verursachen können. Insbesondere mit UV-Licht gehärtete Lacke sind problematisch, da sich diese sehr stark mit dem Papier vernetzten & sich im Recyclingprozess nicht mehr sauber vom Papier trennen lassen.
Das Papierrecycling bildet ein Schlüsselelement beim umweltfreundlichen drucken.

Beidseitige Folienkaschierungen bereiten beim Recycling ebenfalls große Probleme. Blindprägungen & Stanzungen hingegen sind für den Recyclingprozess völlig unbedenklich. Mit diesen Druckveredelungen lassen sich ebenfalls eindrucksvolle Effekte erzielen, die ohnehin deutlich besser zum Image einer umweltfreundlichen Drucksache passen.

7. Druckverfahren, Druckfarben & Farbtrockung

Wie auch bei den Lacken, sind Farben, die mit UV-Licht gehärtet werden, für das Papierrecycling problematisch. UV-Farben trocknen nicht, sie härten aus & bilden so quasi einen dünnen, mit dem Papier stark vernetzten Kunstofffilm. Dieser lässt sich nicht oder nur unzureichend deinken. Außerdem fabrizieren wir durch diese Farbe einen größeren Kunststoffeintrag in unsere Umwelt. Und davon haben wir ja bekanntlich schon genug.
Beim Deinken wird die Druckfarbe aus dem Altpapier entfernt. Die Deinkbarkeit von Papier ist ein Schlüsselprozess beim Papierrecycling.

Der Offsetdruck mit einer konventionellen Trocknung & der Tiefdruck sind für das Papierrecycling unbedenklich. Das trifft nicht auf alle Digitaldrucke zu. Hier sind Flüssigtoner, Tintenstrahlfarben & die UV-Trocknung problematisch. Ebenso verhält es sich mit Druckerzeugnissen aus dem Flexodruck & – je nach eingesetzter Farbe – auch mit dem Siebdruck. Wenn du also umweltfreundlich drucken möchtest, dann achte darauf, dass die eingesetzten Farben deinkbar sind.

Der Einfluss der Druckfarbe auf die Ökobilanz eines Druckjobs ist sehr gering. Dennoch solltest du darauf achten, dass Druckfarben frei von Mineralöl sind. Metalltrockner, wie Magnan- oder Kobaltverbindungen, sind ebenfalls problematisch. Verfahrensbedingt finden sich in Druckfarben für einige Druckverfahren problematische Lösemittel, die leider (noch) nicht vermeidbar sind. Ob die eine Druckfarbe umweltschonender ist als eine andere, lässt sich nicht final klären. In der Gesamtbetrachtung sieht die Rechnung nämlich vielleicht anders aus. Beispielsweise benötigt das Weglassen eines Lösemittels möglicherweise mehr Energie im Trocknungsprozess, so dass die Ökobilanz trotz einer umweltschonenden Farbe schlechter ausfällt.

In ökologischen Fragen herrscht oft Uneinigkeit. Die Umweltfreundlichkeit von Produkten & Prozessen hängt stark vom gewählten Modell ab.

Da die Druckfarbe einen geringen Anteil an den Gesamtemissionen hat, eignen sich Eco-Fonts oder Light-Schnitte nur sehr bedingt, um nennenswerte Verbesserungen in der Umweltleistung einer Drucksache zu erreichen.

8. Umweltdruckereien & klimaneutrales Drucken

Wie du siehst, kannst du alleine bei der Planung einer Drucksache schon sehr viel unternehmen, um deinen Druckjob möglichst umweltfreundlich zu gestalten. Du brauchst also nicht zwingend eine umweltfreundliche Druckerei, um umweltfreundlich drucken zu können. Auch betreiben viele Druckereien echtes Greenwashing. Um aufrichtig dem Umweltschutz verschriebene Betriebe zu identifizieren, empfehle ich dir meinen Artikel über die Auswahl von umweltfreundlichen Druckereien.

Die Zusammenarbeit mit Umweltdruckereien finde ich richtig, da diese Betriebe mit einer geringeren Umweltbelastung arbeiten, was letztlich auch der Ökobilanz deines Druckjobs zugutekommt. Außerdem halte ich es für wichtig, umweltfreundliche Druckereien zu unterstützen, da diese nicht unerhebliche Ressourcen einsetzten, um ihre Umweltleistung stetig zu verbessern. Außerdem signalisiert du durch die Vergabe deiner Druckjobs an eine Umweltdruckerei auch anderen Markteilnehmern die Relevanz betrieblicher Umweltschutzmaßnahmen.

Eine Druckerei, die klimaneutral drucken kann, ist nicht zwingend eine besonders umweltfreundliche Druckerei.

Wie umweltfreundlich deine Drucksache auch sein mag – klimaschädliche Emissionen entstehen immer. Wenn diese (unvermeidbaren) Emissionen in einer Druckerei (relativ) genau berechnet & die berechneten CO2-Werte über den Ankauf von CO2-Zertifikaten „kompensiert“ werden, dann sprechen wir über das klimaneutrale Drucken. Gelder, die über diese Zertifikate eingenommen werden, fließen in Klimaschutzprojekte, die geeignet sind, um an anderer Stelle & zu einer anderen Zeit, entsprechende Emissionen einzusparen. Über den Sinn & Unsinn solcher Maßnahmen wird viel diskutiert. Letztlich ist es ein Ablasshandel. Aber dennoch, wenn du dein Druckprodukt schon umweltfreundlich drucken lässt, dann macht es vielleicht Sinn, die verbliebenen Emissionen über diese Maßnahme zu „neutralisieren“. Die Kosten hierfür sind ziemlich moderat & der Prozess ist Transparent. Aber Vorsicht: Nicht jede Druckerei, die klimaneutral druckt, ist eine Umweltdruckerei. Aber jede umweltfreundliche Druckerei, finde ich, sollte klimaneutral drucken können.

Um glaubwürdig zu sein, sollte eine Drucksache möglichst umweltfreundlich hergestellt werden, bevor diese über den Ankauf von CO2-Zertifikaten “klimaneutral“ gestellt wird. Reduzieren geht vor Kompensieren!

In meinem Artikel über klimaneutrales Drucken schreibe ich ausführlich über dieses Thema. Klick doch mal rein.

9. Sorgfalt, Planung & gute Gestaltung

Wir alle leiden bei Druckproduktionen fast immer unter Zeitdruck. Warum das so ist & ob das immer so sein muss, darüber lässt sich sicherlich streiten. Worüber sich nicht streiten lässt, ist, dass unter Stress und Zeitnot Fehler passieren. Diese führen dann schon einmal dazu, dass ein Druckjob komplett neu gedruckt werden muss. Und dann haben wir sie, die ökologische & ökonomische Katastrophe.
Adieu Deadline, ciao Ökologie & tschüss Ökonomie.

 

Ich weiß, es ist nicht immer möglich, aber versuche realistische Termine & Zeitpläne einzufordern. Mache deinen Auftraggeber darauf aufmerksam, was passieren kann, wenn unter zeitkritischen Bedingungen gearbeitet werden muss. Eine entspannte Zeitplanung hat also (mehr oder weniger) direkt auch etwas mit Nachhaltigkeit zu tun.

Wie dir die vorherigen Punkte dieses Artikels gezeigt haben, kannst du bezüglich der Ökologie & Ökonomie schon vor dem eigentlichen Druck eine Menge unternehmen, um ein möglichst umweltfreundliches Druckprodukt zu entwickeln. Setzte diese Punkte um & lasse schon in der Konzeptionsphase ökologische Überlegungen in die Produktgestaltung mit einfließen.

Wenn eine Drucksache bereits gedruckt ist, dann hat sie schon einen Großteil ihrer Umweltauswirkung verursacht. Das hat aber nichts mit der durch den Empfänger gefühlten Wertschätzung gegenüber diesem Druckprodukt zu tun. Sorge dafür, dass die Empfänger deiner gedruckten Botschaft diese Drucksache wertschätzen. Gestalte die Informationen & das Produkt so gut es geht. Sorge dafür, dass deine haptische Kommunikation effektiv & effizient ist & super aussieht. Es macht keinen Sinn, eine Drucksache umweltfreundlich zu drucken, wenn die Botschaft nicht ankommt & die Drucksache sofort in der Tonne landet.

10. Robustheit & Wiederverwendbarkeit

Bei der Konzeption auf Produktebene frage immer auch nach dem Einsatzzweck der Drucksache. Betrachte deinen Druckjob im Ganzen & über den gesamten Lebenszyklus. Es kann durchaus Sinn machen, das Produkt etwas weniger umweltfreundlich zu gestalten, um die Lebenszeit zu verlängern, sofern das Produkt lange in Gebrauch sein wird & durch viele Hände gehen soll. Entscheide individuell von Auftrag zu Auftrag.
Umweltfreundlich Drucken bedeutet nicht, die Langlebigkeit einer Drucksache zu vernachlässigen.

Klar, Papierdrucksachen sind selten in Ihrer eigentlichen Produktgestalt wiederverwendbar. Aber hey, warum die nur einseitig bedruckte Überproduktion nicht an einen Kindergarten verschenken, damit die Kids noch darauf kritzeln können? Umweltschutz hat auch viel mit Kreativität zu tun. Sei also einfach kreativ.

Umweltfreundlich drucken bedeutet aber auch, dass du dich mit allen bedruckbaren Materialien & Produkten beschäftigst. Denn auch fernab des bedruckten Papiers finden wir gute Ansätze für ein ökologischeres Handel. Im Messebereich, beispielsweise, werden Produkte meist nur über einen sehr kurzen Zeitraum verwendet & dann komplett entsorgt. Warum nicht das hochwertige Roll-Up kaufen, bei dem sich der Druck austauschen lässt? Lässt sich der Messeteppich & der Aufbau nicht wenigstens in Teilen auch noch im nächsten Jahr verwenden? Müssen die Banner mit UV-Farbe, die 5 Jahre Lichtecht ist, bedruckt werden, wenn die Sachen übermorgen in die Tonne wandern? Hier sehe ich unendlich viele Möglichkeiten. Nachdenken hilft.

Umweltfreundlich drucken. Zusammenfassung & Fazit

Umweltfreundlich drucken ist keine Raketenwissenschaft, dass hat dir dieser Artikel hoffentlich gezeigt. Auch wenn das viele glauben, muss die Ökologie nicht im Widerspruch zur Ökonomie stehen. Ganz im Gegenteil, denn bei einer richtigen Umsetzung ist dein Druckjob vermutlich sogar (deutlich) günstiger zu bekommen, als der konventionell hergestellte.

Wenn du diese 10 Regeln befolgst, dann ist deine nächste Druckproduktion schon deutlich grüner (& vielleicht auch günstiger):

  1. Das eingesetzte Papier hat die mit Abstand größte Umweltrelevanz. Setzte auf Recyclingpapier.
  2. Verkleinere das Format & spare so Papier.
  3. Ermittle zusammen mit deinem Drucker den sinnvollsten Seitenumfang.
  4. Verringere die Papiergrammatur & verwende Papiere mir einem hohen Volumen.
  5. Passe die Druckauflage den tatsächlichen Bedürfnissen an.
  6. Verzichte auf Druckveredelungen. Blindprägungen & Stanzungen sind okay.
  7. Verwende deinkbare & mineralölfreie Farben.
  8. Arbeite mit Umweltdruckereien zusammen & kompensiere ggf. die nicht vermeidbaren Emissionen.
  9. Plane & arbeite sorgfältig & ohne Zeitdruck. So verringerst du Fehlerquellen, die zu Nachdrucken führen.
  10. Entwickle langlebige Druckprodukte & verwende diese nach Möglichkeit wieder.

Und selbst, wenn du nur einige dieser Regeln befolgst, dann ist schon viel gewonnen. Umweltfreundlich Drucken bedeutet ja vielleicht überhaupt nicht, den „perfekt“ umweltfreundlichen Druckjob abzuliefern. Möglicherweise gibt es auch unüberwindbare Zielkonflikte zwischen der Ökologie & anderen Anforderungen. Also, setze einfach um, was umsetzbar ist. Das ist doch schon etwas. Und wenn dir dieser Artikel dabei geholfen hat, ein Gespür für das Umsetzbare zu entwickeln, dann freut mich das sehr.

Dieser Artikel wird in dieser oder ähnlicher Form im Buch mit dem Arbeitstitel “Kompendium zur nachhaltigen Medienproduktion“ im November 2018 erscheinen. Hier auf PRINTELLIGENT kannst du den Entstehungsprozess live mitverfolgen. Du bist eingeladen, Artikel konstruktiv zu kommentieren & Themenvorschläge einzureichen.
Du hast es bis hierher geschafft?

Melde dich für meinen Newsletter an & erhalte Artikel wie diesen bequem per E-Mail. So wirst du ganz nebenbei zum Druckexperten!

Newsletter

Werde printelligent! Melde dich jetzt für meinen kostenlosen Newsletter an.

Meinen Newsletter bekommst du in regelmäßigen Abständen. Er informiert dich über wissenswertes auf der grafischen Industrie. Die Abmeldung ist jederzeit möglich. Weitere Informationen findest du in meiner Datenschutzerklärung

 

 


Du hast Anregungen? Dann schreibe einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*